Maker´s Tote mal zwei

Moin ihr Lieben,

ich muss ja zugeben, ich habe den Blog in letzter Zeit sträflich vernachlässigt und gelobe Besserung. Es ist nicht so, als hätte ich nichts genäht in der Zwischenzeit, nur waren das oft Basic-Teile und Geschenke für andere liebe Menschen, die ich einfach nicht verbloggen wollte. Kurz vor Weihnachten kam ich dann auf die Idee, für das bevorstehende Nähcamp im März eine Tasche nähen zu wollen, die den Transport von Nähutensilien erleichtert und, weil ja das Fest vor der Tür stand und ich eine nähende Schwester habe, entschloss ich mich, eine für mich und eine für eben diese liebe Schwester zu nähen. Auf Instagram, Pinterest und bei Google Pictures fand ich einige tolle Beispiele der „Makers Tote“ von noodlehead, die mich begeisterten und die mir genau richtig erschienen für den gesuchten Zweck. Also flugs das Schnittmuster gekauft und geladen und die passenden Materialien bestellt bzw. im „Lager“ zusammengesucht.

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So sah dann alles zusammen aus. Die Einlage kann man hier nicht sehen, ist aber vorhanden.

Auf dem Maybachufer Markt fand ich den tollen Canvas mit der Weltkarte und da Reisen  eines meiner liebsten Hobbys ist, kaufte ich zwei Meter für dieses Projekt. Natürlich war das viel zu viel, aber es gibt ja noch andere Taschenprojekte, die für 2018 geplant sind, da wird er sicher Verwendung finden.

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Bei dieser Tote habe ich ein Rautenmuster quer über Meere und Landmassen gesteppt, bei der anderen um die Länder herum.

Das Schnittmuster besteht eigentlich nur aus einer abgerundeten Ecke, mit der man die Schnittteile abrunden soll, der Rest sind Maßangaben in Inch. Glücklicherweise besitze ich ein Maßband mit Inch auf einer und Zentimetern auf der anderen Seite, so war das Zuschneiden kein Problem. Man tut gut daran, die ausgeschnittenen Teile zu nummerieren oder mit einem Zauberstift zu beschriften, damit einem nichts durcheinander gerät. Die Beschreibung ist ganz gut verständlich; es gibt Zeichnungen und auch ein Video-Tutorial von Anna bei YouTube, die das Verständnis erleichtern. Allerdings muss man sehr genau lesen und jeden Schritt im Kopf schon mal durchnehmen. Ich habe zum Beispiel den Fehler gemacht, auf das Canvas-Stück zusätzlich zum Soft-and-Stable noch Einlage aufzubügeln, was natürlich Quatsch war, die gehörte auf die linke Seite des Innenfutters… so ist sie nun noch etwas stabiler geworden als geplant. Durch das Steppen der Außenteile zieht sich der Stoff etwas zusammen, deshalb habe ich etwas größer zugeschnitten als im Schnittmuster angegeben. Außerdem habe ich die Innentaschen auf der einen Seite öfter unterteilt, damit man Schere, Handlineal und Rollschneider besser unterbringen kann. Auf der anderen Innenseite habe ich die Tiefe der Taschen etwas reduziert, da sie sonst zu weit aufspringen. Das war’s aber auch schon mit den Änderungen.

Wenn ich abends mehr Zeit gehabt hätte, wären die beiden sicher schneller zustande gekommen, so habe ich immer ein paar Nähte gemacht und gehofft, dass ich es vor Weihnachten schaffe, fertig zu werden. Am längsten hat das annähen des Schrägbands von Hand gedauert; das habe ich auf dem Sofa vor mich hin fluchend erledigt (langwierige Handarbeiten sind mir ein Gräuel).

Am Schluss bin ich aber sehr zufrieden mit meinen zwei Maker´s Totes. Sie sind stabil, hübsch anzusehen und werden beim Nähcamp sicher ihre Anwendung finden.

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Meine Schwester, obwohl sie nicht zum Nähcamp fährt, hat sich gefreut.

Für mich habe ich folgendes gelernt:
Beschreibung sorgfältig lesen!
Immer Schnittteile beschriften!
Geduld zahlt sich aus!
Freude schenken ist Freude erhalten 🙂

Ich hoffe, ihr hattet schöne Weihnachtstage und seid gut ins neue Jahr gekommen.

Ich freue mich auf viele schöne Projekte in 2018 und auf die Inspiration, die von euch  kommt!

Bis zum nächsten Mal,

Milan

Verlinkt beim RUMS
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G´day peeps and lovers of the hot needle!

I must admit, I have abandoned the blog for much too long, but promise to be a bit more frequent in the year to come. It´s not as if I didn’t sew anything, but it was mostly basics or stuff I made for friends and just not special enough to blog about. Just in time for Christmas and because I will attend a sewing retreat in March, I had the idea of making a  bag that could carry all of my sewing utensils and stuff in an ordered manner. And since I have a sister who sews, I decided to make two bags in one go. On Instagram, Pinterest and other blogs I found what I was looking for: the ‚Maker´s tote‚ by noodlehead. So I bought the pattern, ordered some by Annie´s soft and stable and searched my stash for some fabric that suited the issue. Of course I found some (my stash is quite something), but I also went to the Maybachufer market here in Berlin and found the beautiful canvas with the world map, which I bought for this project.

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So sah dann alles zusammen aus. Die Einlage kann man hier nicht sehen, ist aber vorhanden. This was all of my material..except for the soft and stable…

I bought too much, as usual, but I’m sure it will find some usage with some other bag-projects this new year.

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Bei dieser Tote habe ich ein Rautenmuster quer über Meere und Landmassen gesteppt, bei der anderen um die Länder herum. One bag has the quilting lines, the other was sewn around the continents.

The ‚pattern‘ is in fact non existent, it is just a list of measurements and the little template for the corners to round with. Luckily I posses a measuring tape with inches on one side and centimeters on the other, or I´d had had to transfer all those measurements into metric first…it was good advice to mark the pattern pieces with chalk or a watersolulable pen to keep all the pieces in order. The description is quite frank and understandable, Anna even made a video-tutorial on her youtube channel if it gets too tricky. Since I’m not the biggest description-reader, I really had to remind myself to read carefully. I made the mistake to fuse some interfacing to the outer pieces in addition to the soft and stable already attached instead of fusing it on to the lining pieces… in the end, it was ok, it only made the bag more stable, but I had to go and buy a new piece of interfacing for the lining… so read carefully folks! Since I wanted to quilt one of the bags, I cut the outer fabric and soft and stable a bit bigger (it kind of shrinks a bit while stitching the rows) and I changed the depth of the inner pockets to a little less deep. The pockets on the other side were divided into a few more sections than in the pattern description, because I wanted to place some tools in them and found smaller sections more practical.

If I´d had more time, I´d finished the bags in less than the two weeks it took me now, but I only managed to sew a few seems in the evenings, so I’m happy they were finished just in time for Christmas. One went to my sister and she seemed to like it.

It took me the longest time to sew the piping around the edges by hand, which I did in the evenings, cursing under my breath, sitting on the sofa (I really loathe hand sewing).

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In the end I´m really happy about my two maker´s totes. They are stable, pretty and will find some usage when I attend the „Nähcamp“ sewing retreat in march this new year.

Things learned during the process:

Always read the instructions!
Always label your pattern pieces!
Patience is essential!
Gifting joy is receiving joy 🙂

I hope you had a fabulous Christmas and celebrated the new year with a big blast!

I´m really looking forward to all the lovely projects awaiting me in 2018. I get to sew a friend`s wedding dress, how exciting is that!!!

Hope to see you soon, and happy sewing peeps!

Cheers, Milan

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Streifenrucksack No.1 / Backpack No.1

Moin ihr Lieben,

Please scroll down for the english version

hier gibt´s kurz und schmerzlos den Rucksack No.1 von annimamia.

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Ich habe dazu Reste vom Vorhang in des Liebsten Wohnung, Lederreste und Biocanvas vom Maybachufer verwendet. Außerdem Gurtband, Karabiner und D-Ringe sowie aufbügelbares Volumenvlies. Oh und Fake-Lederschrägband zum Einfassen beider Lagen am oberen Ende des Rucksacks.

Es war mein erstes Projekt in dieser Größenordnung; was Taschen betrifft bin ich nicht so versiert, aber dank der guten Beschreibung inklusive Bebilderung von Annika bin ich gut klargekommen.

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Herausgekommen ist dieses Prachtstück, dass ich euch nun präsentiere. Eigentlich war es als Geschenk gedacht, aber es gefällt mir so gut, dass ich es mir vielleicht nochmal überlege… 🙂

Wird sicher nicht der letzte Rucksack sein, den ich nähe.

Dieser wandert zum rums, wo es wieder tolles Selbstgemachtes zu entdecken gibt.

Bis zum nächsten mal und viel Spaß beim nähen 🙂

Milan

G´day Ladies and Gents

here it is, my very first rucksack No.1, pattern by annimamia.

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I took some scraps left from my fiancés curtains, a bit of leather (so smooth and velvety, love it) and some canvas from my favorite market. Combine it with some straps, carabiners and some volume-lining (like for quilting), add some fake-leather piping and this is what you get 🙂

This was only my third bag (or bag-like project); I am not such a big bag maker, but thanks to Annika´s excellent description and pictures, I didn´t have any problems making it.

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I really am in love with the result. The pattern placement is something I am proud of and the execution is flawless. Yes, sometimes a girl needs to brag a bit 🙂
Originally I planned to give this one as a present, but it turned out so cute that I am reconsidering… 

Won´t be the last rucksack I´ve made, that´s for sure.

This one is going over to rums, where tons of lovely self-made inspiration is waiting again.

Thanks for having a peek and have fun sewing!

xx Milan

 

You can do it! 40ies Denim-Overall

Moin ihr Lieben!

G´day Ladies and Gents. Please scroll down for the english version.

Angestoßen durch die #denimfashionweek17 auf Instagram (ist janun schon ein Weilchen her) und die Entdeckung der Website wearinghistory.com ist dieser tolle Overall entstanden.

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Da ich Jeans in allen Formen und Farben liebe kam mir das Projekt von den Ladies  Sonia (@bysoneken), Alexandra (@handgeklotzt) und Miriam (@mecki_macht) gerade recht, um dieser Leidenschaft zu frönen. Den Stoff fand ich bei Hüco-Stoffe hier in Berlin, einer riesigen Fabriketage voll mit allem, was das Schneiderherz höher schlagen lässt. Passend dazu weißes Paspelpand, Knöpfe und Einlage.

Den Schnitt hatte ich auf wearing history entdeckt und mich schockverliebt. Jumpsuits und Overalls finde ich klasse, umso mehr, wenn sie  aus den 40er Jahren stammen, also habe ich kurzerhand das pdf gekauft, runtergeladen und am Wochenende zusammen gepuzzelt.

Da auf der Website empfohlen wird, nach den Maßen für die Hüfte zu gehen, kaufte ich das pdf-Paket B, obwohl meine Maße für Brustumfang und Taille eher in Paket A gehören, aber kleiner machen ist einfacher als vergrößern, weshalb ich bei B blieb.

Da es sich bei dem Overall um ein wieder aufgelegtes und von der Designerin verbessertes Schnittmuster aus den 40ern handelt und die Maße mir nicht ganz geheuer waren, machte ich ein Probeteil aus einem Ikea-Dekostoff, den ich noch am Lager hatte. Sowohl das Oberteil als auch die Shorts waren diverse Zentimeter zu groß (auch an der Hüfte)…. außerdem musste ich meine üblichen Änderungen vornehmen: Brustabnäher verkleinern, Oberteil insgesamt verlängern und die Kurve von Taille zu Hüfte anpassen. Also ein zweites Probeteil zugeschnitten und anprobiert… schon viel besser. Die letzten kleinen Anpassungen habe ich dann beim Zuschnitt des Jeansstoffes gemacht und mich dann an die Maschinen gesetzt. Für Jeans baue ich immer den Maschinenpark auf (meine Pfaff für alle Nähte, die zusammenfügen, die alte Singer zum absteppen und Ziernähte und die Singer-Overlock für alle Versäuberungen).

Das Oberteil, die Taschen und die Träger habe ich mit einem Hemdenstoff aus Baumwolle gefüttert. Das Oberteil wird laut Schnitt nur mit Blenden genäht, aber es gefiel mir komplett gefüttert besser. Außerdem mag ich so kleine versteckte Details 🙂

Beim nähen habe ich die Beschreibung, die auch aus den 40er Jahren stammt, kaum zu Rate gezogen. Vielmehr habe ich mich an dem Jeans e-book von Closet Case Files orientiert, als es um das Anpassen der Schrittnähte und die Platzierung der rückwärtigen Taschen ging (Die Taschen waren im Schnitt eigentlich nicht vorgesehen, aber ich finde sie unverzichtbar). Der Schritt ist im Original um einiges tiefer sitzend als mir gefiel, weshalb ich ihn höher legte. Im Schnitt ist als Verschluss ein Extra-Teil als Knopfblende vorgesehen, aber das war mir zu kompliziert und mit Reißverschluss gefiel es mir besser. Das mag nicht ganz original sein, ist mir aber egal.

Zu guter Letzt musste ich befürchten, es beim Anpassen etwas zu genau genommen zu haben, denn Oberteil und Unterteil passten nur mit einigem Tricksen zusammen (und zu gut essen ist jetzt mal nicht mehr drin), aber mit dem Endprodukt bin ich total glücklich.

Der Overall muss sich jedenfalls in meiner Vintage-Garderobe nicht verstecken und wird sicher oft getragen.

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Vom restlichen Jeansstoff kann ich sogar noch einen Rock oder eine Weste nähen… ich kaufe meist zu viel.

Und was ist bei euch grade auf dem Nähtisch?

Euch noch schöne Sommertage und falls ihr Fragen habt, immer her damit 🙂

Viel Spaß beim Nähen und bis zum nächsten mal.

XX Milan

Verlinkt zum RUMS 

und zum MeMadeMittwoch

 

G´day my fellow sewing-lovers,

inspired by the #denimfashionweek17 on Instagram and the discovery of the website wearing history.com I created this lovely WWII Overall this previous week.

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Since I love all things denim the project by the talented Ladies Sonia (@bysoneken), Alexandra (@handgeklotzt) and Miriam (@mecki_macht) presented a nice opportunity to  dive head first into some denim. I found the fabric at a local store here in Berlin, Hüco-Stoffe, where the eager sewist finds everything their hearts might desire. Picked up some white piping and some buttons too, while I was there 😉

The pattern is a World War II classic – the Working-girl Overall, which jumped out on me from the pages of wearing history, a website with original or bettered patterns from past eras. Since I love jumpsuits and the 40ies and 50ies fashion, it was the perfect combination and I purchased the pattern and pieced the pdf together in one evening.

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It is recommended on the website to go with the hip-measurement when it comes to sizing, due to the pattern running small in the hips and with little ease, so I went for a size 20, even though my measurements for the waist and bust would have been a 18 e.g. 16.

As I was pretty unsure about the sizing, I made a muslin form an old canvas fabric from Ikea, that I had in my stash, and it turned out way too big (not only, but also in the hip area), so I downgraded the whole pattern by a size and made my usual adjustments (a SBA, lengthening the top and truing the line between hip and waist). The second muslin fit a lot better, so I cut my denim and made the final small adjustments during that stage.
After that it was time to set up my machine-park 🙂 
I used my Pfaff for the seams that hold pieces together, my old Singer for the top-stiching and my Singer-Overlock to finish my seams.

The top, straps and pockets were lined with some cotton shirting that I found in my stash. The pattern asks for facings only, but I like the top to be lined and I like those hidden details in a garment. It´s like a secret only the creator of that garment knows about.

During the process of sewing my overall I hardly used the description that came with the pattern. It is kept like they were back in the 40ies and I didn´t really need them. For reference I checked with the denim e-book by Closet Case Files when I needed advice for the pocket placement (which weren’t´t included in the pattern) and for the modification of the crotch. I know, it is meant to be that far down, almost between your knees, but I lifted it a bit. The pattern calls for a placket to use with buttons as a closure on the side, but I preferred to put in a zipper. Much easier and more comfortable to close. Might not be as original, but I don´t mind.

In the end I almost had to fear it wouldn’t fit, as I estimated my waist without much ease in the muslin stage, and having a huge dinner is out of the question now, but ultimately, I am totally happy with the outcome. 

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Love that cute detail on the pockets and the overall fit of the jumpsuit.
You can do it! Plus a nice biceps…. could pose for that picture now 🙂

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Not much of a biceps though…ahem

I hope you like what you see and feel free to shoot me questions if you have some.

Enjoy your sewing, peeps!

Cheers until next time,

XX Milan

Linked with WeSewRetro.com and kollabora.com