2 x Belcarra = :-)

Moin ihr Lieben,

G´day Ladies (and possibly Gents), please scroll down for the English version.

in den letzten Tagen hatten wir hier in Berlin außerordentlich schönes Wetter mit Temperaturen bis zu 31 Grad 🙂 Da kommt man schonmal ins Schwitzen, ohne sich groß anzustrengen.

Im Zuge dessen ist mir aufgefallen, wie wenig luftige Tops es in meinem Schrank doch gibt,  und mich auf die Suche nach einem passenden Schnitt begeben. Im Rennen waren Frau Frida, Belcarra und mein heißgeliebtes Blusentop aus der Fashion Style (im meinem alten Blog bereits gezeigt).

Frau Frida werde ich sicher auch noch nähen, aber diesmal hat Belcarra das Rennen gemacht. Dank der vielen schönen Beispiele im Netz (nicht zuletzt die von fröbelina, Danke dafür!), wußte ich, was mich erwartet. An einem noch einigermaßen kühlen Samstagmorgen erwachte ich um circa 5 Uhr….und konnte nicht mehr einschlafen. Also nix wie ran an den Stoff. Ich entschied mich zunächst für die ganz schlichte Version und fand dafür den perfekten Stoff: ein Stück schokobraune Viskose mit weißen Pünktchen, aus der schon ein Sorbetto-Top genäht worden war. Es reichte noch gut für eine Belcarra. Bei den Maßen richtete ich mich nach denen des fertigen Tops, also in meinem Fall eine Größe 4.

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Am Ausschnitt habe ich die Nahtzugabe zwar ausgeschnitten, aber dann nicht so breit vernäht. Einige Bloggerinnen meinten, der Ausschnitt ließe die BH-Träger blitzen, und ich wollte ein ständiges Rumzuppeln an meiner Bluse vermeiden.

Die Bluse war noch vorm Frühstück fertig 🙂 Also so gegen neun, komplett mit ausschneiden, nähen und bügeln. 🙂
Das Ergebnis gefiel mir richtig gut und ich suchte in meinem Vorrat nach einem weiteren Stöffchen. Gefunden habe ich dann eine leichte Baumwolle in weiß, die zwar etwas Stand hat, aber nicht zu steif ist. Für diese Version fand ich die Biesen am Ärmel perfekt.

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Und ich bin mächtig stolz, dass sie so ebenmäßig geworden sind, obwohl ich kein Biesenfüsschen besitze.

Diese Bluse ist am Abend entstanden, zwischendurch war es zu heiß, sich großartig zu bewegen (geschweige denn ein Bügeleisen zu betreiben).

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Die weiße Version ist insgesamt etwas knackiger ausgefallen, wahrscheinlich, weil der Stoff so gar nicht dehnbar ist. Gefällt mir aber trotzdem.

Fazit: leichtes Blusentop, schnell genäht auch ohne große Vorkenntnisse
Material: Ich würde eine Viskose oder ein Baumwoll-Polygemisch vorschlagen, einfach einen Stoff, der einen schönen Fall hat. Für Größe 4 reichten 1,20m in 1,50m Breite
Werde ich den Schnitt nochmal nähen? Aber ganz sicher, da liegt noch ein Stoff bereit 🙂

Wie ist das bei euch, mögt ihr Blusentops? Ich persönlich liebe es, dass es keine Verschlüsse daran gibt, da diese mit mir immer irgendwie auf Kriegsfuß stehen….

Was die anderen Ladies diese Woche gezaubert haben, seht ihr hier beim Memademittwoch: Klick

Ansonsten wie immer:
Viel Spaß beim Nähen

Bis zum nächsten Mal,
Milan

 

G´day Ladies and Gents,

during the last few days it was extraordinarily hot here in Berlin, up to 31 degrees. We were sweating without effort.

During that period it came to my attention how few light blouses I possesed in my wardrobe and I started looking for a pattern that matched those requrements.
I came up with a  Frau Frida, a Belcarra and my much loved pattern out of the Fashion Style Magazine (issue 5/2015).

I´m quite sure I´m going to sew up a Frau Frida in time, but for now I chose to make a Belcarra blouse. Thanks to all the gorgeous examples I have seen online, I knew what to expect. So at a rather nice and cool Saturday morning I woke at 5am and could not go back to sleep…so I decided to get started. No point in dwindling in bed while you could sew up a beautiful blouse, eh? For the first one I opted for the simplest version and discovered a suitable fabric, a lightweight viscose in chocolatebrown with little polka dots, which I used for a Sorbetto two years ago. There was still enough to make a Belcarra (so much for stash-busting, yay). According to the finished garments measurements, I needed a size 4, which I cut out.

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Some Bloggers quoted that the neckline was a little too wide, so that the bra straps had the tendency to peek out, so I cut out the regular seemallowance, but didn´t sew at 1,5 cm, but at 1 cm instead. I really wanted to avoid having to adjust my straps every other second.

The blouse was finished before breakfast 🙂 complete with cutting out, sewing and ironing. Meaning, before 9 am. I liked what I saw in the mirror when I put it on, so I dug into my stash to find another fabric. I came up with a lightweight cotton in white, a little more crisp than the viscose. For that fabric the version number two seemed perfect with three pintucks in the sleeves.

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And I am really proud how even the pintucks came out, even though I don´t possess at pintuck-foot for the machine 🙂

This blouse was finished in the evening, in between it was just too hot to move around, let alone stand next to a hot iron.

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The white one turned out a little narrower than the brown one, maybe because the white fabric has no strech whatsoever. I like it nonetheless.

Summary: easy to sew lightweight summer top which doesn´t require much experience
Material: I would recommend a flowy fabric, a viscose or cotton-poly-blend, something with some drape. For a size 4 I needed only 1,20m at 1,50m width
Would I sew this pattern again? Of course I will. Got some more fabric waiting for it 🙂

How about you guys, do you like blouse-tops? I personally like that they don´t call for any kind of closure, as zips and buttonholes usually don´t like me…

Courious about the other Ladies´makes? Have a look at the Memademittwoch here: Click

As usual,
Happy sewing and hope to see you soon,
Milan

 

Kleidersommer

Moin ihr Lieben,

G´day Ladies (and possibly Gents), please scroll down for the English Version

heute zeige ich euch mein neuestes Machwerk: ein Burda Kleid aus der Juni-Ausgabe diesen Jahres. Als ich den Schnitt sah, dachte ich sofort, den will ich machen. Er war sogar dafür ausschlaggebend, dass ich das Heft überhaupt gekauft habe. Nichts gegen Burda, nur in letzter Zeit gefielen mir die Schnitte oft nicht. Ganz anders bei dieser Ausgabe.

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Quelle:Burda Style

Der feste Stoff, den ich dafür auserkoren hatte, war vor einiger Zeit mal beim Möbelschweden in die Tüte gewandert. Eigentlich sollte er ein Rock mit Kellerfalten werden, aber dann gefiel mir die Kombination aus dem Schnitt und dem Stoff so gut, dass ich mich entschloss, die beiden zusammenzubringen.

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Ein SBA musste natürlich gemacht werden, das habe ich schon beim Abpausen des Schnittes gemacht und dabei auch das Taillenband verlängert und das Rockteil dementsprechend angepasst. Dann habe ich – ja, aus der letzten Pleite habe ich tatsächlich gelernt – ein Probeteil aus Nessel genäht. Ok, es war nur das Oberteil, aber selbst an dem konnte ich noch ein paar Anpassungen vornehmen: etwas enger, die Träger etwas kürzen, dafür den Armausschnitt etwas nach unten verlegen, damit das Bustier genau auf der richtigen Höhe platziert ist. Schlussendlich habe ich noch im Rücken einen Abnäher genäht, weil es etwas abstand. Dann war ich zufrieden.

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Es kam nach diesen Änderungen recht schnell zusammen. Der Stoff ist allerdings wirklich  steif. Sollte ich es nochmal nähen, dann mit etwas weniger festem Material 🙂
Als Futter habe ich einen Baumwollbatist verwendet, der sich angenehm auf der Haut anfühlt.

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Weil ich nur 1,50m hatte, musste ich mit dem Platz und dem Muster etwas jonglieren, trotzdem finde ich das Ergebnis recht gelungen. Sogar der unsichtbare Reißverschluss ist mir beim ersten Mal geglückt (und das will was heißen)!

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In dieser Kombi wird es wohl keinen Platz unter meinen Lieblingskleidern bekommen, aber es kann sich trotzdem sehen lassen.

Fazit: hübsches Kleid, recht viele Anpassungen nötig (zumindest für meine Figur) aber flott genäht
Stoffverbrauch: nur 1,30m bei 1,40m Stoffbreite, etwa 60cm Futterstoff, 40cm Reißer
Würde ich es nochmal nähen? Durchaus, mit einem lockereren Stoff

Neugierig, was die Ladies vom Memademittwoch gezaubert haben? Dann hier gucken: Klick

Bleibt mir nur noch zu sagen:
viel Spaß beim nähen 🙂

Bis zum nächsten Mal;
Milan

 

Dear sewing-lovers,

today I´m showing you my latest make: a Burda Style Dress taken from the June-issue of this year. I immediatly fell for this pattern the minute I laid eyes on it. I knew I had to make it. In fact, this pattern was the reason why I bought the issue in the first place. Not that Burda is a bad company, it´s just that I didn´t like what they offered lately. Very different with this one.

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Source: Burda Style

The sturdy fabric I used for this dress came to me a few months ago, when I spotted it at the swedish furniture house. It was meant to become a skirt with pleats in the front, but then I liked the idea so much to combine that pattern and this fabric, that I decided to put them together.

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Of course I needed to make a SBA, I did that right during the copying of the pattern, along with the lengthening of the waistband and the skirtpieces accordingly. Then – yes, I did learn from my last catastrophy – I made a muslin. Ok, it was just the top I made, but even with that a few more adjustments could be installed: a little tighter altogether, the shoulderstraps were shortened and the underarm skythe was deepened, so the whole bodice sat right at the bust where it should be and finally I placed a dart in the backpiece because it gaped a little. After that, i was satisfied with it.

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Having made all these adjustments, the dress came together quite quickly. The fabric is very sturdy, so should I make it again, I´d choose something smoother. As a lining I used some cotton batiste which feels nice to the skin.

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Because of having only 1.50m of fabric, I had to juggle with the patternpieces, to make it match. I think it works quite well. Even the invisible zip looked good at first try (and that´s a small miracle)!

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In this combination, it will probably not become one of my favorites. But still, it is presentable.

Summary: pretty dress, a lot of adjustments (at least for my figure), but quickly made after that
Material: 1.30m of fabric, 1.40m wide, cotton batiste about 60cm, 40cm zipper
Would I make it again? Yes, in a fabric with better drape

Courious about the other Ladies`makes at the Memademittwoch? Have look here: Click

That´s it for today,
leaves to say
enjoy your stiching and
see you soon

Milan

 

 

 

Gut gewickelt ist halb „Griechische Göttin“

Moin ihr Lieben,

G´day Ladies, please scroll down for the english version

jaaaa, nachdem ich mich in der letzten Woche mit dem Wickelkleid (hier) und diversen Schnittanpassungen rumgeschlagen habe, hatte ich für dieses Wochenende kurzerhand beschlossen, etwas einfaches zu nähen, das mir weniger (bestenfalls keine) schnitttechnischen Kenntnisse abfordern würde. Also auf die Suche nach einem passenden Schnitt begeben. Dabei bin ich in meinem Lager (hüstel) auf eine Tüte gestoßen, in der seit dem letzten Nähcamp (März!) ein bereits zugeschnittenes „Kielo“-Wrapdress von Named auf seine Fertigstellung wartete. Na, perfekt!

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Ich hatte beim Nähcamp einfach keine Zeit mehr es zu nähen und danach lag es erstmal nur so herum, andere Schnitte und Stoffe hatten mehr Anziehungskraft und so ist es etwas in Vergessenheit geraten. Aber hier kam die Gelegenheit.

Der verwendete Stoff ist ein Viskosejersey, ausnahmsweise mal im Laden erstanden, in einem schönen Blauton, nicht ganz dunkelblau, ich will es mal poetisch Nachtblau nennen 🙂

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Da das Kleid quasi nur aus drei Teilen plus Bindebändern und Schrägband für die Ausschnitte besteht, musste ich für meine Körperlänge (1,80 m) ein recht großes Stück Stoff nehmen. Einmal ausgeschnitten (und gut abgelagert) war es ein schnell genähtes Kleid, das einen tollen Effekt hat. Meine Schwester, die meine Kreationen meist als Erste zu sehen bekommt, meinte, „sieht edel aus“. Finde ich auch. Die Farbe und die Wickeltechnik machen aus dem Kielo eine Art griechisch anmutendes Gewand, das auch bei formellen Anlässen glänzt.

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Es war ratzfatz genäht, Abnäher rein, Bindebänder genäht, in die Seitennähte eingearbeitet, Schulternähte schließen, Kanten mit Schrägband einfassen, säumen – fertig

Eine hübsche Entschädigung für das Gemurkse mit dem anderen Kleid… das hängt jetzt an der Minna und will überdacht und neu ausgeschnitten werden. Wenn mir da nur nicht dauernd andere Ideen in den Kopf kommen würden….na, mal sehen.

Hier noch ein paar Spaßbilder:

 

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Pose á la House of Pinheiro 🙂

 

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Fazit: schnelles Kleid, das keine großen Vorkenntnisse erfordert, aber viel her macht
Material: relativ viel Stoff, bei mir waren es 2,50m Jersey, 1,50 breit, Garn, und ich habe die Schulternähte mit Vliseline-Formband verstärkt, da diese Nähte das ganze Gewicht des Kleids tragen müssen.
Tragegefühl: saubequem 😀
Absolut empfehlenswert!

Ich hoffe, ihr habt das tolle sonnige Wochenende gut verbracht und vielleicht was hübsches genäht?

Das war´s erstmal wieder von mir, das hier geht ab zum MeMadeMittwoch und zum RUMS und euch viel Spaß beim nähen,

Milan

 

Hi, Ladies,

weeell, you know, after having so much trouble with the other dress I started to make last week, this weekend I decided to sew something simple that wouldn´t challenge my cutting and fitting abilities too much (or not at all ;-)). So I started to roam my stash for a suitable pattern….and stumbled over a bag that contained an already cut out `Kielo`-dress by Named. Originally it was meant to be sewn at the Nähcamp last March, but it never happened. Perfect!

 

 

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At the Nähcamp I didn´t find the time to sew it and afterwards it kind of go lost in my stash… other patterns and fabrics had more fascination, and so it was forgotten for a while. But now it´s time had come.

The fabric I used is a viscose jersey knitt, bought in a store for once, in a delightful blue, not exactly dark blue, I poetically call it Nightblue 🙂

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The dress itself consists only of three pieces plus two straps for the waist and some biasbinding for the armholes and the neckline, so I needed a quite large piece of fabric to cut it out (I´m a tall gal 1.8 m). Once cut it is a quick make, but with a dramatic effect. My sister, who tends  to be the first person I show my latest creations to, meant `looks elegant`. I think that too 🙂 The colour and the way the straps are wrapped around create a kind of Greek-Goddess-Look, that has the potential to shine even at formal occasions.

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It came together really fast, first the darts, then the straps, they´re embedded in the sideseams, binding attached, seamed – finished (well pressed if you will).

It was a real treat after having so much trouble with the other one…that is waiting for it´s multiple alterations and maybe a re-cut. If it wasn´t for constantly incomming new ideas and fabrics… well, I´ll see.

A few fun pics now:

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Resumee: A quick and easy dress that doesn´t require much experience, but with a dramatic effect to it.
Materials: 2.50m viscose jersey knitt, 1.50m wide, yarn, and I used fusible band to stabilize the shoulders as they have to carry the weight of the whole garment.
Feeling when wearing it: comfy and proud 🙂
I absolutely recommend it.

I hope you guys had a beautiful weekend and maybe sewn something nice?

This one goes to the MeMadeMittwoch and I wish you all happy sewing!

Milan